Gibt es einen offiziellen MOCO MCP-Server? (Stand November 2026)
Ja. MOCO bietet eine eigene MCP-Schnittstelle an, die Ihren KI-Assistenten direkt mit Ihrem MOCO-Account verbindet. Die Adresse lautet https://ihr-account.mocoapp.com/mcp. Laut MOCO aktivieren Sie die KI-Funktion in den Einstellungen unter Account > KI (Opt-in). Danach verbinden Sie einen KI-Chatbot, der das Model Context Protocol und OAuth unterstützt, zum Beispiel Claude oder ChatGPT. MOCO weist darauf hin, dass die Anbindung gegebenenfalls einen kostenpflichtigen Account und Admin-Rechte voraussetzt.
Ein MOCO MCP-Server ist damit kein Bastelprojekt mehr. Ihr Team fragt in natürlicher Sprache nach Projektbudget, Auslastung oder offenen Rechnungen, und die Antwort kommt aus MOCO. Was ein MCP-Server grundsätzlich ist, erklärt unser Ratgeber Model Context Protocol.
Wichtig: MOCO rät ausdrücklich davon ab, MCP-Proxy-Dienste, Aggregatoren oder Relay-Server von Drittanbietern dazwischenzuschalten. Über eine solche Zwischenstation könnten Inhalte gelesen und bei aktivierten Schreibrechten auch geändert werden. Prüfen Sie vor der Freigabe, dass die Adresse im Browser auf mocoapp.com endet.
Was kann der MOCO MCP-Server? Die Werkzeuge im Überblick
MOCO veröffentlicht die Liste der verfügbaren Werkzeuge. Am 02.11.2026 waren es 52, davon 24, die Daten anlegen oder ändern. Jede Person sieht dabei nur, was sie auch in MOCO sehen darf.
- Leads und Angebote: abrufen, anlegen, anpassen (
find_leads,create_offer,update_offer). - Projekte: Projekte und Leistungen abrufen, anlegen, Personen zuweisen, geplante Abrechnung pflegen und den Rentabilitätsbericht abrufen (
project_profitability_report). - Planung und Zeiterfassung: Planungseinträge, eigene Projektzeiten und die aller Personen, Arbeitszeiten erfassen oder starten und beenden.
- Abrechnung: Rechnungen abrufen sowie Zahlungen zu einer Rechnung erfassen und anpassen. Ein Werkzeug zum Anlegen von Rechnungen enthält die Liste nicht.
- Firmen, Kontakte, Personal, To-dos: abrufen und pflegen, Wochenmodelle lesen, Benachrichtigungen an Personen senden, Anhänge hochladen.
Ob der Assistent nur liest oder auch schreibt, legen Sie auf Account-Ebene fest. MOCO empfiehlt, zunächst nur Leserechte zu aktivieren und Schreibrechte erst nach geprüfter Verbindung freizuschalten.
Offizieller Server oder eigener MCP-Server auf der MOCO-API?
Für die meisten Agenturen ist der offizielle Server der richtige Start. Ein eigener Server auf der MOCO-API lohnt sich, wenn Sie Daten aus mehreren Systemen kombinieren, feste Auswertungen brauchen oder den Zugriff enger schneiden wollen.
| Offizieller MOCO-MCP-Server | Eigener MCP-Server auf der MOCO-API | |
|---|---|---|
| Anmeldung | OAuth mit dem persönlichen MOCO-Zugang | Persönlicher API-Key oder Account-API-Key (laut MOCO bis zu drei, lesend oder mit Vollzugriff) |
| Rechte | Wie in der App, Lesen oder Schreiben auf Account-Ebene | Was der Schlüssel darf, zusätzlich auf einzelne Werkzeuge begrenzt |
| Werkzeuge | Von MOCO festgelegt, 52 am 02.11.2026 | Frei definiert, auch über MOCO hinaus (z. B. mit CRM oder Buchhaltung) |
| Betrieb | Von MOCO betrieben | Auf Ihrem Server, lokal oder in der Cloud |
| Passt, wenn | Ihr Team direkt im Chat mit MOCO arbeiten soll | feste Abläufe, Protokollierung oder mehrere Systeme gefragt sind |
Use Cases: Was bringt MOCO mit KI im Agenturalltag?
- Budget-Check auf Zuruf „Welche Projekte liegen aktuell über Budget?“ Der Assistent liest Projekte und Rentabilität und nennt die Kandidaten mit Zahlen aus MOCO.
- Auslastung planen „Wie ist die Auslastung unseres Teams in den nächsten vier Wochen?“ Grundlage sind die Planungseinträge und Wochenmodelle in MOCO.
- Abrechnung vorbereiten „Liste mir alle abrechenbaren Leistungen dieses Monats für Kunde B.“ Die Rechnung selbst erstellen und prüfen Sie weiter in MOCO.
- Projekte und Kontakte anlegen Nach dem Kick-off legt der Assistent Projekt, Kontakt oder Zusatzleistung an. Voraussetzung sind freigegebene Schreibrechte, die Kontrolle bleibt bei Ihnen.
- Zeiterfassung nachhalten Der Assistent erinnert Personen, die in der Vorwoche keine Zeiten erfasst haben. Das berührt Arbeitszeitdaten, deshalb gehört der Betriebsrat früh ins Boot.
Die Beispiele stammen sinngemäß aus der MOCO-Beschreibung. MOCO betont dort auch: Die Qualität der Antworten hängt nicht nur von den Daten ab, sondern auch vom eingesetzten KI-Modell.
Datenschutz, Hosting und Rechte
MOCO wird laut Hersteller in der Schweiz gehostet, im Rechenzentrum der IWB in Basel. Sobald ein KI-Assistent Daten abfragt, verarbeitet aber auch dessen Anbieter diese Daten. Für ein tragfähiges Setup achten wir auf:
- Auswahl des KI-Dienstes: Vertrag, Auftragsverarbeitung und Verarbeitungsort des Anbieters prüfen. Wer Projekt- und Personaldaten nicht in eine Cloud geben will, kann ein lokal betriebenes Modell mit einem eigenen MCP-Server nutzen.
- Leserechte zuerst: Schreibrechte erst nach einem Testlauf, wie es auch MOCO empfiehlt.
- Personenbezogene Zeitdaten: Werkzeuge wie
find_global_presenceszeigen Arbeitszeiten aller Personen. Klären Sie den Einsatz vorab mit Betriebsrat und Datenschutz. - Keine Zwischenstationen: Nur die von MOCO genannte Adresse verwenden, keine fremden Proxy- oder Aggregator-Dienste.
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Claude mit MOCO verbinden: die Schritte
Über die Sicherheit entscheidet die Vorbereitung, nicht der Connector. MOCO stellt eigene Anleitungen für Claude und ChatGPT bereit (MOCO + MCP). So gehen wir vor:
- KI-Funktion aktivieren: In MOCO unter Einstellungen, Account > KI, die KI-Funktion aktivieren (Opt-in, gegebenenfalls mit Admin-Rechten).
- Zuerst nur Leserechte: Auf Account-Ebene zunächst nur Lesezugriff freigeben. Schreibrechte folgen erst nach dem Test.
- Connector in Claude anlegen: In Claude einen benutzerdefinierten Connector hinzufügen und die Adresse https://ihr-account.mocoapp.com/mcp eintragen. Prüfen Sie Ihre Claude-Version und die Freigaben Ihrer Organisation.
- Anmelden und Adresse prüfen: Die Anmeldung läuft über OAuth mit Ihrem persönlichen MOCO-Zugang. Bestätigen Sie nur, wenn die Adresse im Browser auf mocoapp.com endet.
- Ergebnis gegenprüfen: Mit einer lesenden Frage starten, etwa nach Projekten über Budget, und die Antwort mit MOCO abgleichen. Erst danach schreibende Aktionen erlauben.
Wie benutzerdefinierte Connectoren in Claude funktionieren, beschreibt Anthropic in der Claude-Hilfe. Für andere Assistenten prüfen wir vorab, ob sie MCP und OAuth unterstützen.
Wann lohnt sich ein eigener MCP-Server auf der MOCO-API?
Die MOCO-API ist eine REST-Schnittstelle mit OpenAPI-Spezifikation. Laut API-Dokumentation gibt es zwei Schlüssel: den persönlichen API-Key aus dem Profil (Reiter „Integrationen“) und den Account-API-Key aus Einstellungen > Erweiterungen > API & Webhooks, mit Lesezugriff oder Vollzugriff auf alle Endpunkte. Ein eigener Server ist sinnvoll, wenn:
- MOCO-Daten mit anderen Systemen zusammenkommen sollen, etwa Projektzeiten mit DATEV oder dem CRM,
- feste Abläufe gefragt sind, zum Beispiel ein wöchentlicher Budget-Bericht, der ohne Chat läuft,
- Sie jede Aktion mit Zeitstempel und Person protokollieren oder Werkzeuge enger schneiden möchten als die Account-Einstellung erlaubt,
- der KI-Teil lokal laufen soll und der Client die OAuth-Anmeldung des offiziellen Servers nicht beherrscht.
Community-MCP-Server für MOCO arbeiten in der Regel mit einem API-Key. Ein Account-Key mit Vollzugriff in einem fremden Programm ist ein unnötiges Risiko. Wenn ein eigener Server, dann mit Lesezugriff, eng geschnittenen Werkzeugen und auf Ihrer Infrastruktur.
Was kostet das?
Für den Einstieg mit dem offiziellen Server fällt bei uns vor allem Beratung an: Rechte, Datenschutz, Auswahl des KI-Assistenten, Test. Ein eigener MCP-Server ist ein Entwicklungsprojekt. Konkret heißt das:
- Erster Use Case klar abgegrenzt, danach schrittweiser Ausbau, meist mit lesenden Werkzeugen als Start.
- Klarer Umfang pro Use Case, kein Stundenroulette. Den Zeitplan legen wir nach dem KI-Check fest.
Ein Festpreisangebot erhalten Sie nach der kostenlosen Erstberatung, abhängig von Werkzeugen, Datenmenge und Betriebsart (lokal oder Cloud).
Häufige Stolperfallen aus der Praxis
- Schreibrechte zu früh: Der Assistent legt Projekte oder Zahlungen an, bevor jemand die Verbindung geprüft hat. Erst lesen, dann gezielt schreiben.
- Falscher Account: Wer mehrere MOCO-Accounts nutzt, prüft vor jeder schreibenden Aktion, mit welchem Account der Assistent verbunden ist.
- Zahlen ungeprüft übernehmen: Budget- und Umsatzzahlen aus dem Chat vor Entscheidungen mit dem MOCO-Bericht abgleichen.
- Fremde Zwischenstationen: MCP-Aggregatoren wirken bequem, sehen aber alle Daten. MOCO rät davon ab.
Häufige Fragen
Gibt es einen offiziellen MOCO MCP-Server?
Ja. MOCO bietet eine eigene MCP-Schnittstelle unter der Adresse Ihres Accounts (https://ihr-account.mocoapp.com/mcp) an. Sie wird in den Einstellungen unter Account > KI aktiviert (Opt-in).
Welche KI-Assistenten funktionieren mit MOCO?
Laut MOCO jeder KI-Chatbot, der das Model Context Protocol und OAuth unterstützt, zum Beispiel Claude oder ChatGPT. Für beide stellt MOCO Anleitungen bereit.
Kann Claude in MOCO Daten ändern?
Nur wenn Sie auf Account-Ebene Schreibrechte freigeben. Dann kann der Assistent zum Beispiel Projekte, Kontakte, Zeiteinträge oder Zahlungen anlegen, immer begrenzt auf die Rechte der angemeldeten Person. MOCO empfiehlt, mit Leserechten zu starten.
Kann der MOCO MCP-Server Rechnungen schreiben?
In der veröffentlichten Werkzeugliste (Stand 02.11.2026) gibt es Werkzeuge zum Abrufen von Rechnungen und zum Erfassen von Zahlungen, aber keines zum Anlegen von Rechnungen.
Sind Community-MCP-Server für MOCO eine Alternative?
Sie arbeiten meist mit einem API-Key und laufen außerhalb Ihrer Kontrolle. MOCO rät von Proxy- und Aggregator-Diensten ab. Wir empfehlen den offiziellen Server oder einen eigenen Server auf Ihrer Infrastruktur.
Wo liegen die Daten bei MOCO?
MOCO wird laut Hersteller in der Schweiz gehostet, im Rechenzentrum der IWB in Basel. Zusätzlich verarbeitet der gewählte KI-Dienst die abgefragten Daten. Dessen Vertrag und Verarbeitungsort gehören deshalb mit in die Prüfung.
MOCO mit Claude verbinden?
Beschreiben Sie kurz, was Ihr Team mit MOCO und KI erledigen möchte. Wir prüfen, ob der offizielle Server reicht oder ein eigener sinnvoll ist. Sie erhalten eine schriftliche Einschätzung zur Machbarkeit, ohne Termin.
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